NATURHEILKUNDE
Aktualisiert am 06.12.06
An dieser Stelle werden Sie fortlaufend neue interessante
Beiträge zur Geschichte und zur aktuellen Entwicklung der Naturheilkunde
finden.
Schauen Sie doch mal wieder herein!
Interview
mit Peter Abels zur Rolle der Naturheilkunde
Die Naturheilkunde im zeitlichen Ablauf
Eine
kleine Chronologie zur Entwicklung der Erfahrungsmedizin.
Von den prähistorischen Anfängen bis heute.
Prähistorische Medizin
Orientalische/asiatische/altindische Medizin ab ca. 3000 v. Chr.
Griechische Medizin ab ca. 700 v.Chr.
NATURHEILKUNDE
historisch und allgemein betrachtet
Sicherlich
ist die Naturheilkunde so alt wie die Menschheit selber.
Vor Urzeiten konnten bereits unsere frühen Vorfahren erforschen, wie
z .B. wilde Tiere bei Verletzungen instinktiv bestimmte Pflanzenblätter
fraßen oder auch Ihr Verhalten änderten. Durch intensives Beobachten,
Suchen und Versuchen, sowie die Weitergabe all dieser Erkenntnisse über
unzählige Generationen hinweg hat sich die noch heute gültige Erfahrungsmedizin
entwickelt.
Dabei geht es nicht allein um das Wissen über heilkräftige Pflanzen, das Behandeln verletzter Gliedmaßen und Organe oder Befreien von seelischem Leid, sondern auch um Entdeckergeist und neue Methoden. Denn immer wieder finden wir in der Geschichte Menschen, die aufgrund Ihrer Sensitiviät und Begabung Heilverfahren erkennen und entwickeln konnten.
Über all dies werden wir hier laufend berichten - als ein spannender Reisebericht durch die Geschichte der Heilkunde.
Zur Einstimmung lesen Sie hier ein aktuelles Interview aus der Fachzeitschrift Pflegefreund: Peter Abels nimmt Stellung zur Rolle der Naturheilkunde in Gesellschaft und Politik.
Wir
wünschen Ihnen viel Vergüngen beim Lesen und hoffen, Ihnen viel
Interessantes und Wissenswertes mit auf den Weg geben zu können. Haben
Sie Fragen bzw. wünschen Sie mehr Informationen, so sprechen Sie uns
bitte an.
Oder schauen Sie doch auch in Zukunft einfach öfter hier bei uns
rein!
Ihr Praxis-Team
70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wünschen Naturheilkunde
![]() |
Interview mit PeterAbels, Heilpraktiker und Vorstandsmitglied der European Federation for Naturopathy |
Worauf führen Sie das steigende Interesse der Patienten an alternativen
Heilmethoden zurück?
Ein wesentlicher Grund ist sicherlich, dass sich die Überzeugung durchgesetzt
hat, dass Chemie alleine nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Rezeptpflichtige
Medikamente stehen nicht unter Rezeptpflicht, weil sie besonders gut sind,
sondern weil sie meist besonders risiko-reich sind. Das bedeutet jedoch nicht,
dass sie grundsätzlich abzulehnen sind; bei bestimmten Erkrankungen kann
darauf nicht verzichtet werden.
Die Naturheilkunde kennt viele pflanzliche Grundsubstanzen, die zu Medikamenten
verarbeitet werden. Etliche dieser Mittel sind besonders geeignet bei chronischen
Erkrankungen und können unter bestimmten Bedingungen ausheilend wirken.
Hinzu kommt, dass die Naturheilkunde, die nicht nur auf Homöopathie beschränkt
ist, weitestgehend nebenwirkungsfrei ist. Bei vielen Erkrankungen, auch im
Akutzustand, insbesondere bei Kinderkrankheiten, zeigen naturheilkundliche
Mittel häufig große Wirkung. Bei Arthrosen und Arthritis kann die
Wirkung naturheilkundlicher Medikamente durchaus denen chemischer Substanzen
überlegen sein.
Selbst im onkologischen Bereich bietet die Naturheilkunde etliche positive
Ansätze und Möglichkeiten zur Stabilisierung des Immunsystems und
damit zur Erhaltung einer gewissen Lebensqualität für derart schwer
erkrankte Personen. Das bedeutet nicht, dass im Bereich der Onkologie auf
schulmedizinische Behandlung verzichtet werden soll. Der Naturheilkunde kommt
hier jedoch eine nicht zu unterschätzende begleitende Funktion zu. Schulmedizin
und Naturheilkunde sollten ein sinnvolles Miteinander zum Wohle der Patientinnen
und Patienten anstreben.
Die
Politik fordert zunehmend stärkere Selbstverantwortung der Bürger
in Gesundheitsfragen — was bedeutet das für die Heilpraktiker?
Eines der größten Probleme liegt darin, dass die Politik heute
nur noch, bis auf einige wenige Ausnahmen, die rezeptpflichtigen Medikamente
in das Erstattungssystem aufgenommen hat. Dadurch entfallen auch für
natuheilkundlich tätige Ärztinnen und Ärzte naturheilkundliche,
nicht rezeptpflichtige Medikamente aus der Erstattung.
Das treibt die Preise für diese Mittel in die Höhe. Für uns
ist dies der Einstieg in die Zwei-Klassen-Medizin, da das Gros der naturheilkundlichen
Mittel nicht mehr erstattet wird. Für mehr als 17 Millionen Bürger
bedeutet dies einen Ausschluss von der Behandlung mit naturheilkundlichen
Mitteln, weil ihr finanzielles Budget nicht ausreicht, um die Mittel selbst
zu zahlen.
Eine unverständliche Entscheidung der Politik, die damit an den Interessen
der Bürger vorbei gehandelt hat. Wenn, wie Umfragen zeigen, 70% der Bürger
Naturheilkunde wünschen, dann sind derartige politische Entscheidungen
für uns unverständlich. Wir sehen die Aufgabe und die Pflicht der
Politik eher darin, diesen berechtigten Wünschen nachzukommen. Ich denke,
es ist höchste Zeit, dies auch in Wahlen deutlich zu machen und die Politikerinnen
und Politiker vor Ort zu befragen, aus welchem Grunde sie sich nicht für
die Belange der Bevölkerung auf diesem Gebiet einsetzen.
Würde man heute die Kosten für naturheilkundliche Medikamente wieder
in die Erstattung aufnehmen, könnten Milliarden im Gesundheitswesen eingespart
werden. Es soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass Selbstzahler
bereits in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart, dem öffentlichen
Gesundheitswesen jährlich rund 2 Milliarden einsparen. Das Gros waren
und sind Patienten von Heilpraktikern. Somit spielt unserer Berufsstand im
Gesundheitswesen eine sehr wichtige Rolle.
Wie kann man zwischen seriösen und unseriösen Angeboten
bei Heilpraktikern unterscheiden?
Die Kooperation Deutscher Heilpraktiker-verbände (KDH) hat bereits in
den 80-er Jahren strenge Richtlinien für die Heilpraktikerausbildung
erarbeitet. Die European Federation for Naturopathy (EFN) hat diese ebenfalls
in ihre Interessensausrichtung übernommen und ist um deren Durchsetzung
bemüht, gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden des europäischen
Auslandes.
Mittlerweile gibt es in Deutschland staatlich anerkannte Heilpraktikerschulen,
und die seit 1992 strengeren Prüfungsrichtlinien und -verfahren sind
ein weiterer Garant für gut ausgebildete Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker.
Dennoch ist für den Laien, was die Behandlungsmethoden anbelangt, der
Markt unüberschaubar geworden.
Hier bietet sich die Möglichkeit eines Informationsanrufes in unserer
Verbandszentrale unter 0049 (0)2234/956233 oder ein Blick auf die Internetseite
der European Federation for Naturopathy (EFN) unter www.effn.org
Die Naturheilkunde
im zeitlichen Ablauf
Prähistorische
Medizin
Es liegt auf der Hand, dass unsere Vorfahren in der Alt- und Jungsteinzeit
an anderen Krankheiten litten als wir heute. In einer Gesellschaft von Jägern
und Sammlern kamen Infektionen und Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen
übertragen wurden - wie Tollwut oder Toxoplasmose - sicher häufig
vor. Es gibt bisher keine Beweise, dass sie an Krankheiten litten, die uns
unbekannt sind. Aber einige Krankheiten, die heute als ungefährlich betrachtet
werden dürfen, können damals verheerende Ausmaße gehabt haben,
wie z.B. ein entzündeter Backenzahn.
Als größere Menschengruppen ca. 11.000 v. Chr. sesshaft wurden,
stieg auch die Lebenserwartung sprunghaft
an.
Gleichzeitig führten aber Überbevölkerung, die Nähe zu
den Haustieren oder schlechte bis gar keine Abfallentsorgung zur Verbreitung
von Krankheiten und Epidemien.
Heilung war in der damaligen Zeit oft eng mit dem Glauben an Magie verknüpft.
Schamanen und Medizinmänner vertrieben die bösen Geister, die die
Krankheit verursachten. Aber nicht ausschließlich: Es gibt Skelettfunde,
bei denen gebrochene Knochen verheilt sind. Man wertet dies als Hinweis auf
eine zeitweise Versorgung durch andere Stammesangehörige, denn die Art
der Verheilung dieser Brüche lässt auf eine Schienung schließen.
Aus der mittleren Steinzeit stammt das Skelett eines ca. 60-jährigen
Mannes mit schwersten arthritischen Veränderungen. Dieser Mann muss ebenfalls
von anderen Leuten versorgt worden sein.
Äußerst umfangreiche Untersuchungen liegen über den
Leichenfund „Ötzi“ vor (ca. 3.000 v. Chr.). Hier konnten
einige chronische Erkrankungen nachgewiesen werden. Von besonderem Interesse
sind die auffälligen Tätowierungen des Mannes: Zu großen Teilen
entsprechen diese nämlich den Akupunkturpunkten, die heute zur Heilung
der Erkrankungen behandelt würden!
Verständlich, dass aus diesen Zeiten keine Dokumentationen über
Heilverfahren vorliegen. Wenn aber schon Schimpansenstämme gezielt bestimmte
Pflanzen verwenden, um etwa Bauchweh zu behandeln, darf man bei unseren Vorfahren
von einer recht ausgeklügelten Naturheilkunde ausgehen. Sie hatten viel
Zeit für Beobachtungen und Experimente.
Die fehlende Überlieferung bedeutet nicht, dass es damals keine Heilkunde
gegeben hat! Betrachtet man beispielsweise die heute noch auf Steinzeitniveau
lebenden Naturvölker genauer, so offenbart sich uns eine umfangreiche
Kenntnis von Kräutern und Drogen. Auch die Azteken und Inkas
aus Südamerika kannten Heilpflanzen wie: Cocablätter, Chinarinde,
Ipecacuanah, Condurango, Lobelia, Sarsaparilla und Podophyllum.
Orientalische
Medizin (ca. 1000 v. Ch.)
Beginnend vor bereits ca. 3000 Jahren, liegen hier wohl auch die Wurzeln unserer
heutigen Medizin. In diesem Zusammenhang muss auch die asiatische Medizin
erwähnt werden, entwickelt aus den Hochkulturen der Assyrer, Babylonier,
Perser, Inder, Malaien, Chinesen, Japaner und Ägypter.
Die
altindische Medizin, ca 3000 - 1000 v. Chr. beruht auf Ayurveda,
die bereits in den ersten Schriften der indischen Kultur, den Veden, ihren
Platz einnimmt. Sie ist die älteste Lehre überhaupt bezüglich
Gesundheit, Krankheit und Heilung. Da den alten Indern die Einheit
von Körper, Geist und Seele bewusst war, konnte ein komplexes Heilverfahren
entwickelt werden. Basis sind die 5 Elemente und die drei Lebenskräfte.
Hiernach wir die Welt und alles Lebendige von den 5 Elemente (Wandlungsphasen)
gestaltet und druchdrungen: Äther, Wind, Feuer, Wasser und Erde.
Im menschlichen Körper zeigen sich diese 5 Elemente in den Lebenskräften,
Doshas genannt. Hierbei handelt es sich um die Konstitutionstypologie nach
den drei Prinzipien Vata, Pitta und Kapha mit ihren Charakteristika:
Vata-Typ: Leichter Körperbau, zartgliedrige Gelenke, trockene Haut, Unregelmäßigkeit in Verdauung und Appetit, aktiv, ruhelos, rasche Auffassungsgabe, leichter und kurzer Schlaf, Neigung zur Ängstlichkeit, Nervosität und Vergesslichkeit.
Pitta-Typ: Mittlere Statur, feine Haut, weiches Haar, guter Appetit, rasch arbeitende Verdauung, Intellekt klar mit Führungsqualitäten, leicht reizbar, schnell ungeduldig, Neigung zur Eifersucht und Agressivität.
Kapha-Typ: Rundliche Erscheinung mit kräftigem Haar und zur Fettigkeit neigender Haut, Verdauung und gesamter Stoffwechsel eher träge, gesunder Schlaf, kann gut entspannen, gutes Durchhalte- und Erinnerungsvermögen, tolerant, neigt zur Trägheit und Bedächtigkeit.
Die reinen Typen kommen allerdings sehr selten vor. Ein ayurvedischer Arzt verfügt über Kenntnisse, dem jeweiligen Patienten die entsprechenden Anteile genauer zuzuordnen. Nun gilt es, die drei Prinzipien ins Gleichgewicht zu bringen, die Konstitution zu stabilisieren und die Entgiftungsprozesse zu stärken. Der eigentliche Heilungsansatz geht über die Aktivierung und Stabilisierung der Selbstheilungskräfte.
Im Gegensatz zu vielen negativen Darstellungen stand auch die altägyptische Medizin auf einem hohen Niveau. Hieraus entwickelt sich wieder die griechische Medizin. Im therapeutischen Papyrus von Theben ca. 1552 v. Chr., sind bereits 700 Heilmittel aufgeführt, wie: Opium, Scilla, Hyoscyamus, Colchicum, Calmus, Oleum ricini, Kupfer, Quecksilber. Und nicht zuletzt sei das Geheimnis der Mumifizierung erwähnt.
Zudem galten Hygiene, Ernährung und Reinigung des Körpers durch Ausleitungsverfahren bereits als Säulen der Gesundheit.
Die
griechische Medizin (ab ca. 700 v. Chr.)
Lange vor Hippokrates gab es eine wissenschaftlich und praktisch hoch entwickelte
medizinische Tradition. Deren Wurzeln lagen in der altägyptischen Medizin.
In Griechenland waren die Anfänge der wissenschaftlichen Medizin bereits
700 v. Chr. durch Thales v. Milet, Pythagoras, Heraklit, Empedokles und Demokrit
vertreten.
Sie alle stehen für eine philosophisch – mathematische, teils naturphilosophische
Medizin.
Hippokrates (460 – 377 v. Chr.) gilt als eigentlicher Begründer
der wissenschaftlichen Medizin. Mit seinem Stammbaum geht er auf
Asklepios zurück, den griechischen Gott der Heilkunde. Das Symbol des
Aeskulap-Stabes hat noch heute Bestand.
Bereits als Kind soll er in den Ärzteberuf eingeführt worden sein,
und auf späteren Reisen konnte er seine Heilkunst weiter entwickeln.
Nach seiner Rückkehr verfasste er den „Corpus hippocraticum“
unter der Mitarbeit seiner Schüler. Eine Schriftensammlung über
60 Seiten.
Hier findet man die von Hippokrates entwickelte Konstitutionslehre, um den
Patienten in seiner Individualität zu erfassen. Auch die Viersäfte-Lehre,
oder Humoralpathologie, geht auf die hippokratische Schule zurück.
Der zufolge wurde Gesundheit durch das harmonische Fließgleichgewicht
der vier bekannten Säfte erreicht. Jeder Saft besitzt demnach zwei für
ihn charakteristische Qualitäten:
| Heiß | Kalt | |
| Trocken | Gelbe Galle | Schwarze Galle |
| Nass | Blut | Schleim |
Auch weitere Analogien wurden als erwiesen angesehen, z.B. zu den 4 Elementen: Feuer, Wasser, Luft und Erde oder zu den 4 großen Organen. Selbst die 4 Jahreszeiten, die 4 Temperamentenlehre oder die vier großen Lebensabschnitte wurden mit einbezogen.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich die arabische Medizin. Sie beruhte zum großen Teil auf Galens (2.Jhdt n. Chr.) Lehre der vier Temperamente. Schon zu dieser Zeit durften arabische Ärzte ihren Beruf erst nach Ablegen des Hippokratischen Eides ausüben.
Die Ärzte Arabiens kopierten nicht nur das Wissen der Griechen, sondern entwickelten es auch weiter, zum Beispiel im Bereich der Augenheilkunde. Avicenna beschrieb zahlreiche Krankeitsbilder wie Masern und Pocken. Die Werke der arabischen Ärzte galten auch im gesamten westlichen Mittelalter neben denen von Galenos, Celsus und Hippokrates als Standardwerke der Medizin.
Galen hat mit viel rhetorischer Begabung das gesamte medizinische Wissen seiner Zeit zusammengefasst. Seine Überzeugungen nahmen einen außerordentlichen Einfluss bis ins 19. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Wie Aristoteles war er überzeugt, dass die Natur vollkommen sei und nichts umsonst mache. Dabei vertrat er eine monotheistische Weltsicht.
Die von ihm vertretenen Theorien bildeten die Grundlage zur Medizin der Hildegard von Bingen, der Physiognomik eines Johann Kaspar Lavaters und der Ernährungslehre. Im Übrigen bezog sich auch Sebastian Kneipp bei seiner Wasserkur auf die Erkenntnisse Galens, nach denen überflüssige Säfte aus dem Körper abgeleitet werden müssten.
| Blut | Luft | Sanguiniker | Rot und süß | Heiter | Kindheit |
| Gelbe Galle | Feuer | Choleriker | Gelb und bitter | Kühn | Jugend |
| Dunkle Galle | Erde | Melancholiker | Schwarz und scharf | Trotzig | Mannesalter |
| Schleim | Wasser | Phlegmatiker | Weiß und salzig | Träge | Greisenalter |
Interessanterweise stand aber der Arzt und Naturphilosoph Theophrastus Bombastus von Hohenheim ( 1493 – 1541), eher bekannt als Paracelus, dieser Humoralpathologie äußerst kritisch gegenüber. Zu oft musste er mit ansehen, wie diese durch die Ärzteschaft missbräuchlich eingesetzt wurden. Dies zeigte sich in übertriebenen Aderlässen, Brechkuren oder gar chirurgischen Maßnahmen.
Paracelsus, der die Heilkräfte der Natur in den Vordergrund stellte, betonte, dass in der Natur für jede Krankheit ein Heilmittel gefunden werden könne. Er unterschied bereits zwischen einer toxischen Wirkung und einer Arzneimittelwirkung und prägte die Aussage: Die Dosis einer Substanz entscheidet über die Wirksamkeit. D.h. es gibt keine giftigen Substanzen: die Menge entscheidet.

![]() |
![]() |
|
|
![]() |
|
||
|
|
|
||
| |
|
||
| |
|
||
| |
|
||
|
|
|
||
| |
|
||
| |
|
||
| |
|
||
|
|
|
||
| |
|
||
| |
|
||
| |
|
||
|
|
|
||
| |
|
||
| |
|
||
|
|
|
||
![]() |
|
||