Akupunktur
Allergie-Behandlung
Anti-Aging-Behandlung
Aus- und Ableitungsverfahren
Colon-Hydro-Therapie
Darmsanierung
Dorn-Breuss-Behandlung
Faltenbehandlung
mit Hyaluronsäure
Fastenkur
Heilhypnose
Hochfrequenzchirurgie
Homöopathie
Irisdiagnose
Laserbehandlung
Magnetfeldtherapie/EHC
Narbenbehandlung
Neuraltherapie
Orthomolekulare
Medizin
Osteopathie
Phytotherapie/Pflanzenheilkunde
Psychotherapie
Raucherentwöhnung
Sauerstoff-Therapie
Schüssler-Salze
Stoßwellenbehandlung (extracorporal, radial)
Suchtbehandlung
Tiefenwärmebehandlung
Trigger-Behandlung
Vitamin
C-Hochdosis-Therapie
Wirbelsäulenbehandlung,
ganzheitlich
Akupunktur
Die
Akupunktur (lateinisch acus = Nadel, pungere = stechen) ist
eine Jahrtausende alte Heilmethode und ein wichtiger Bestandteil der
TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin.
An spezifische
Punkte auf der Körperoberfläche werden dünne Nadeln gesetzt.
Hierbei handelt es sich keinesfalls um Willkür, vielmehr liegt
ein komplexes System von Energiebahnen zugrunde, welche von der Lebensenergie
Qi durchflutet werden. Wird der Qi-Fluss,
oder Energiefluss, durch Ungleichgewichte, Stauungen oder Verluste behindert,
folgen Gesundheitsstörungen oder gar Krankheiten.
Die Tradition
geht auf die Han-Dynastie im alten China zurück, 700 v. Chr. Aus
dieser Zeit belegen Funde in alten Grabmalen die Verwendung von Knochensplittern,
Keramikgebilden und sogar Nadeln aus Gold und Silber. Aus dem Lehrbuch
der Physischen Medizin des „gelben Kaisers“ stammen die
ersten Aufzeichnungen, die noch heute Bestand haben.
Hiernach
kennt die Akupunkturlehre 12 Hauptenergiebahnen und 8 Sonderbahnen.
Die Hauptmeridiane verlaufen paarig und sind jeweils einem Zielorgan
zugeteilt. Der Verlauf eines jeden Meridians ist mit einer Vielzahl
von Punkten ausgestattet, wobei jeder einzelne der Punkte seine spezifischen
Eigenschaften aufweist.
Die eigentliche
Kraft dieses Systems liegt im Wechselspiel der Gegensätze, Yin
und Yang, oder weiblich und männlich. Um das angestrebte Gleichgewicht
der Kräfte zu erreichen oder zu erhalten, müssen Zustände
von Fülle oder Leere ausgeglichen werden.
Die
Akupunktur wirkt auf die Blutzirkulation, das Immun- und Hormonsystem
sowie unsere beiden Nervensysteme (zentral und peripher). Es ist erwiesen,
dass durch die Akupunktur Nervenzellen stimuliert werden, die ihre Impulse
an das Rückenmark weiterleiten und das Freisetzen von Botenstoffen
auslösen.
Durch
histologische Untersuchungen konnten gehäuft rezeptive Nervenbündel
an Akupunkturpunkten nachgewiesen werden. Interessanterweise verfügen
Akupunkturpunkte über 85% geringeren Hautwiderstand als die umgebende
Haut. Auch sind diese definierten Punkte nicht selten durch eine Vertiefung
markiert.
Folgende
Anwendungsbereiche sind durch die WHO (Weltgesundheitsorganisation)
empfohlen: Besonders neurologische und orthopädische Erkrankungen
(Neuralgien, Ischialgien, Migräne, Kopfschmerz). Erkrankungen des
Verdauungstrakts (Gastritis, Darmentzündungen, Milzschwäche),
akute und chronische Atemwegserkrankungen (z.B. Sinusitis, Bronchitis,
Asthma), ebenso die rheumatischen Beschwerdebilder und sogar Augenerkrankungen.
Aber auch gynäkologische Beschwerden, Hautleiden und Allergien
(z.B. Heuschnupfen). Interessant ist auch, dass bei operativen Eingriffen
Narkosemittel eingespart werden können. Somit ist diese Behandlungsform
aus der akuten und chronischen Schmerztherapie nicht mehr wegzudenken.
Bei stark geschwächten Patienten sowie Kinder unter 12 Jahren
sollte man von der Akupunktur Abstand nehmen. Wenn Mutter und Kind gesund
sind, steht einer Behandlung in der Schwangerschaft nichts im Wege.
Aber Achtung: Es gibt Wehen auslösende Punkte, die hilfreiche Dienste
nur während des Geburtsvorgangs leisten sollen!
Das Akupunktur-System bildet auch die Grundlage für diverse Sonderformen
wie z.B. die Schädel-, Augen- oder Ohrakupunktur. Auch
durch bestimmte Massagetechniken lassen sich diese Punkte stimulieren:
Shiatsu, Tuina und Akupressur. Interessanterweise stimmt eine Vielzahl
von Akupunkturpunkten mit unserem westlichen Physiotherapie-System der
Triggerpunkte überein. Somit kann man auch von einer grenzüberschreitenden
Kongruenz bezüglich der östlichen und westlichen Medizin sprechen.
An dieser Stelle noch etwas Bemerkenswertes: Umfangreiche Untersuchungen
liegen über den Leichenfund „Ötzi“ vor (ca. 3.000
v. Chr.), bei dem einige chronische Erkrankungen nachgewiesen werden
konnten. Von besonderem Interesse sind auffällige Tätowierungen,
die zum großen Teil den Akupunkturpunkten entsprechen, die auch
heute zur Behandlung dieser Erkrankungen verwendet würden.
Wichtig: Einer jeden Akupunkturbehandlungsserie sollte stets
eine sorgfältige Puls- und Zungendiagnose vorausgehen, um den Patienten
mit seiner Individualität und eigenen Symptomatik erfassen zu können.
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Allergie-Behandlung
Hiermit
eröffnet sich ein großes Thema unserer Zeit. Ursächlich
hat es immer mit unserem Immunsystem und Darm zu tun, sowie mit unseren
Lebensgewohnheiten und -umständen.
Mögliche
Ursachen für Allergien
- Zu sterile Umgebung, fehlendes Immuntraining
„Die Domestos-Generation“
- Das Fehlen von durchgemachten Kinderkrankheiten
„die heikle Impffrage“
- alles, was unser Immunsystem schwächt wie z.B.
alltäglicher Stress, Schlafdefizit, unreglmäßige Ernährung.
- Erbliche Komponente – 10% der Bevölkerung sind Atopiker,
d.h. ihnen wurde eine Prädisposition für Allergien vererbt.
Sie produzieren vermehrt Immunglobuline (E).
- Psychischer Stress mit folgender Reduzierung des Psycho-Immunsystems.
- Chronische Entzündungen im Körper und die Folgen.
- Unkontrollierte Antibiotikagaben – Der Großangriff auf
unsere sensible Darmflora.
- Fehlernährung - zu einseitig, viele für den Körper
unbegkannte chemische Zusatzstoffe in der Nahrung.
- Verdauungsschwäche, durch Enzymmangel, Drüsenschwäche,
gestörte Darmflora.
- Folge von Medikamentennebenwirkungen.
- Zunehmende Belastung durch Umweltfaktoren, insbesondere Schadstoffe
wie Schwermetalle, mit folgender Schwermetallallergie (z.B. Amalgam)
Was passiert im Körper?
Eine allergischen Reaktion ist eine spezifische Überempfindlichkeit
gegenüber bestimmten Stoffen (Antigene), die im Normalfall für
den menschlichen Körper völlig harmlos sind. Vorausgegangen
ist eine Sensibilisierungsphase, wobei nach einem Erstkontakt mit einem
Antigen das Immunsystem fehlgeleitet wurde und übermäßig
Antikörper (Immunglobuline) produziert hat. Kommt es zu einem erneuten
Kontakt mit dem selben Stoff (Antigen), folgt eine unangemessene Überreaktion,
die von harmlosen Hautrötungen bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen
(siehe allergische Reaktionstypen) verlaufen kann. Von Pseudoallergien
spricht man, wenn die oben beschriebene Sensibilisierungsphase nicht
stattgefunden hat, sondern die allergische Reaktion unmittelbar abläuft.
Dies bedeutet aber keinen Unterschied im klinischen Erscheinungsbild
oder für die Therapiemaßnahmen.
Vier verschiedene Allergen-Klassen (Antigene)
Inhalationsallergene
wie Pollen, Schimmelpilze, Schwebstoffe
Ingestionsallergene
wie Nahrungsmittel z.B. Erdberen und Nüsse, Medikamente
Kontaktallergene
wie Salbengrundlagen, Nickel, Latex
Injektionsallergene
tierische Gifte wie z.B. Bienen-, Mücken-, Schlangengifte, Medikamente
wie Betäubungsmittel oder Röntgen-Kontrastmittel.
Allergische Reaktionstypen
Typ I, der Soforttyp (anaphylaktischer Schock)
Hat die oben beschriebene Sensibilisierungsphase stattgefunden, heften
sich die übermässig produzierten Immunglobuline der Klasse
E an Mastzellen im Körper. Folgt nun eine erneute Antigen-Antikörper-Reaktion,
setzen die Mastzellen ihre Inhalte frei, insbesondere das Histamin.
Da innerhalb von Sekunden und Minuten die ersten Reaktionen auftreten,
spricht man bei dieser Allergieform auch vom Sofort-Typ. Es kann zu
folgenden Symptomen kommen (Anaphylaxie): Hautrötung, Jucken, Ödembildungen
bis hin zum Blutdruckabfall durch Gefäßerweiterung und Atemnot.
Diese anaphylaktische Reaktion kann sich bis hin zu einem lebensbedrohlichen
Schock entwickeln. Bei den meisten Patienten bleibt die Sofortreaktion
jedoch örtlich begrenzt, z.B. wie beim Heuschnupfen, Urticaria
oder allergische Bindehautentzündung. Theoretisch kann jeder Stoff
diese Reaktionen auslösen.
Typ
II, zytotoxisch
Hierbei werden Reaktionen der Immunglobuline M oder G ausgelöst.
Nach Stunden oder Tagen werden die Zellen, die das Antigen tragen, aufgelöst.
Es kommt zu hämolytischen Anämien (Untergang von roten Blütkörperchen)
oder möglichen Transplantatabstoßungen.
Typ
III, der Immunkomplextyp
Nach einer Sensibilisierungsphase können die gebildeten Antigen-Antikörper-Komplexe
Gewebestrukturen im Körper schädigen, besonders im Bereich
der Gefäße. Reaktionen sind nach 6-8 Stunden sichtbar, es
handelt sich dabei um entzündliche Alveolen, einige Medikamentenallergien,
Lupus erythematodes oder Immunkomplexglomerulonephritis.
Typ
IV, der Spättyp
Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Typen erfolgt hierbei eine Reaktion
deutlich verzögert erst nach mehreren Tagen nach erneutem Antigenkontakt.
Es werden Immunglobuline der Klasse G aktiviert. Meist liegt das Problem
in einer geschädigten Darmflora, großmolekuklare Substanzen
werden vorzeitig ins Blut resorbiert und als Fremdkörper erkannt.
Diese Reaktion tritt auf bei Kontaktallergien und besonders bei Nahrungsmittelallerien
und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Das Kreuz mit der versteckten „Kreuzallergie“
Bestehen bereits allergische Reaktionen auf bestimmte Antigene (z.B.
Pollen und Gräser), so ist es möglich, dass bestimmte Lebensmittel
in der Kontaktzeit ebenso nicht vertragen werden können. Sie lösen
die selben allergischen Reaktionen aus wie das bekannte Antigen. Hierbei
weisen die Reizstoffe ähnliche molekulare Proteinstrukturen auf,
die unser Körper nicht mehr unterscheiden kann. Zum Beispiel ist
es möglich, bei einer Latexallergie, ohne entsprechenden Vorkontakt
auch allergisch auf Kiwi, Avocado und Tomaten zu reagieren.
Diagnostik
Stuhluntersuchung
Antlitzdiagnose
Körperliche Untersuchung mit Störfeldsuche (z.B. Entzündungsherde
im Bereich der Zähne, Nasennebenhöhlen, Rachenmandeln)
Imu-Pro-Test, venöses Blut auf IgG
RAST-Test, venöses Blut auf IgE
Prick-Haut-Test
Behandlunsansätze
Darmsanierung in Verbindung mit Colon Hydrotherapie
Mikrobiologische Therapie (Symbioflor)
Akupunktur
Ernährungstherapie: Lebensmittel-Rotation
Eigenblutbehandlung (Allergostop)
Begleitende Phytotherapie
Homöopathie
Orthomolekulare Medizin (Calzium, Zink, Vitamin C)
Ordnungstherapie (Stressabbau, Lebensgewohnheiten verbessern)
Häufig sind Allergien mit weiteren Problemen vergesellschaftet
Neurodermitis
Schwermetallbelastung
Chronisches allergisches Asthma als Spätfolge
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Anti-Aging-Behandlung
…gegen
den Alterungsprozess, "was hat das in der Naturheilkunde zu suchen?",
fragen Sie vielleicht.
Wir sind
der Meinung: Eine ganze Menge!
Da es
für uns von größter Bedeutung ist, den Menschen in seiner
Gesamtheit zu erfassen, sind wir auch für diese Fragestellung offen.
Sicherlich nicht kritiklos und für jedes Verfahren.
An dieser
Stelle muss aber auch gesagt werden, keine Therapie kann eine gesunde
Lebensführung ersetzen, d.h.:
• Individuell ausreichenden Schlaf
• Regelmäßige und ausgewogene Ernährung
• Täglich ausreichende Trinkmenge
• Regelmäßigen Bewegungsausgleich, Ausdauersport
• die richtige Dosis positiven Stress
• eine positive Lebenseinstellung
• maßvollen Umgang mit Genussmitteln
• Meidung von Schadstoffen
Oft begegnen
uns in der Praxis Patienten, die aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes
unzufrieden mit sich, oder gar aus dem inneren Gleichgewicht gekommen
sind. Wenn es sich dann um korrigierbare „Kleinigkeiten“
oder Dysbalancen handelt - warum sollten wir dann nicht mit der Kraft
der natürlichen Methoden Hilfe und Unterstützung bieten?!
Segensreiche
Erfahrung machen wir mit der Faltenunterspritzung. Hierzu muss ausdrücklich
gesagt werden: nur mit der körpereigenen Substanz Hyaluronsäure!
Toxische Substanzen wie Botox lehnen wir ab. Unser Ziel ist es, ausgeruhte
und entspannte Gesichtszüge zu erreichen, kein neues „glattgebügeltes“
Gesicht.
Auch die
Homöopathie kann hier zusätzlich wertvolle Hilfe leisten.
Einen
großen Stellenwert nimmt die orthomolekulare Therapie ein: das
Heilen mit körpereigenen Substanzen, wie Mineralien, Vitaminen,
Fettsäuren und Aminosäuren.
Die mit individuellem Konzept dem Körper zugeführt werden,
um sämtliche Stoffwechselvorgänge zu optimieren und Mangelzustände
zu beheben.
Mit
der Hochfrequenz-Chirurgie haben wir die Möglichkeit, oberflächliche
Hautunebenheiten wie Warzen, Vernarbungen, Verwachsungen und Muttermale,
aber auch Besenreiser schnell und sicher zu entfernen. Aufgrund der
Hochfrequenztechnik entstehen keine Blutungen, da betroffene Gefäße
unmittelbar verschlossen werden und dadurch eine minimale Narbenbildung
gegeben ist. Im Rahmen der Warzenentfernung kann somit eine Infektion
weiterer Hautareale sogar verhindert werden. Eine Wundnaht entfällt
bei dieser Technik völlig. Da wir mit lokaler Anästhesie arbeiten,
ist dieser Eingriff völlig schmerzfrei.
Weil ein
guter Stoffwechsel auch für schöne Haut, Haare und Nägel
die Grundlage bietet, darf die Darmsanierung, Entschlackungs-Kur und
Fastenkur an dieser Stelle nicht fehlen.
Wenn Sie
mehr wissen möchten, erstellen wir Ihnen gerne ein individuelles
Behandlungskonzept und beantworten Ihnen jede Frage. Sprechen Sie uns
an!
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Aus- und
Ableitungsverfahren
Die Wurzeln
dieser speziellen Therapierichtung gehen bis in die griechische
Antike zurück und beziehen sich auf die Humoralpathologie,
nach der Krankheit durch eine falsche Mischung der Körpersäfte
entsteht (gelbe Galle, Blut, Schleim, schwarze Galle). Behandelt wurde
diese fehlerhafte Mischung im menschlichen Körper durch gezielte
Ab- und Ausleitungsverfahren.
Ableitende
Verfahren bewirken eine Energieumverteilung, um die Säfte später
ggf. zur Ausleitung aus dem Körper zu bringen. Bekannte Maßnahmen
sind: unblutiges Schröpfen, Baunscheidtverfahren
oder physikalische Maßnahmen wie aufsteigende Fußbäder.
Nach
alter Tradition wirken Behandlungen ausleitend, die durch Schaffung
einer künstlichen Öffnung dazu beitragen, dass sich der Körper
von den „üblen Säften“ reinigt. Dazu geeigent
sind Aderlass, blutiges
Schröpfen, Blutegelbehandlung.
Wir fühlen
uns der Tradition verpflichtet und bieten daher auf Wunsch diese aufgeführten
Behandlungsverfahren für Sie an. Gerne weisen wir Sie darauf
hin, dass in verschiedenen Fällen aber auch zeitgemäßere
Anwendungen, wie die Colon-Hydro-Therapie, ebenso
hilfreich und effektiv sein können, sprechen Sie uns bitte an.
Zum Beispiel:
Durch die zunehmende Schadstoffbelastung aus unserer Nahrungskette und
Atmosphäre hat die Ausleitung heutzutage eine ganz neue Bedeutung
erlangt. Voraussetzung ist eine exakte Diagnostik. Hierfür eignet
sich der Nachweis von Schwermetallen über die Haar-Mineralanalyse
oder einen Provokationstest aus Urin.
Um eine Ausleitung zu ermöglichen, werden zunächst die großen
Ausscheidungsorgane stimuliert: Leber, Nieren und die Haut. Besonders
geeignet sind ausgewählte Phytotherapeutika, wie hochreine Urtinkturen
(z.B. Alcea-Präparate). Da in den meisten Fällen auch eine
saure Stoffwechsellage besteht, wird eine Basenkur (Basenbildende Medikament,
Basenbäder und Ernährungsumstellung) ebenso notwendig. Im
Anschluss erfolgt die Mobilisation der Schwermetalle, die dann unter
einer antioxidativen Begleitung eliminiert werden.
So individuell wir Menschen sind, so individuell verläuft eine
Ausleitungstherapie. Sie können sicher sein: wir setzen all unser
therapeutisches Geschick für Sie ein!
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Trockenes oder unblutiges Schröpfen:
Verwendet werden spezielle Schröpfgläser, wobei durch Erhitzen
ein Vakuum entsteht. Auf bestimmte Hautpartien aufgesetzt, entsteht
eine saugartige Wirkung. Der Stoffwechsel wird im weitesten Sinne angeregt,
die Durchblutung und der Lymphfluss verbessert. Somit können abgelagerte
Schadstoffe aus dem Bindegewebe aktiviert werden. Muskelverspannungen
lösen sich, die Selbstregulation unseres Körpers wird angeregt.
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Blutiges
Schröpfen
Hierbei wird die Haut vorher leicht oberflächlich angeritzt. Durch
die Vakuumwirkung füllen sich die Schröpfgläser mit dem
angestauten Blut. Wichtig, es muss vorher unterschieden werden, ob es
sich um heiße oder kalte Stauungsprozesse handelt. Danach entscheidet
sich, ob das trockene oder das blutige Schröpfen angezeigt ist.
Bei Blutgerinnungsstörungen, Hautekzemen und Hautentzündungen
ist eine Schröpftherapie ausgeschlossen.
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Baunscheidtverfahren
Auch hierbei wird über die Haut abgeleitet. Carl Baunscheidt (1809
– 1873) war ein erfahrener Mechaniker, der durch Fehlernährung
an einem Gichtleiden erkrankte. Er beobachtete, wie ihn eine Mücke
in die Hand gestochen hatte und seine Gichtschmerzen nach Tagen verschwunden
waren.
Durch dieses Erlebnis inspiriert, entwickelte er ein völlig neues
Verfahren. Er erfand ein Stichelgerät, mit dem man die Haut einfach
anritzen konnte, entsprechend einer Vielzahl von Mückenstichen.
Zusätzlich entwickelte er ein Öl, um die Wirkung des Mückensekretes
zu imitieren. Noch heute sind die Inhaltsstoffe Cantharidin, Wacholderöl,
Senföl oder Euphorbiumsaft.
Die
desinfizierte Haut wird zuerst mit dem Stichelgrät bis zu 20 mal
behandelt. Besonders geeignet sind Stellen auf dem Rücken, neben
der Wirbelsäule. Anschließend wird mit steriler Watte das
spezielle Öl aufgetragen und mit Pflaster abgeklebt. In den nächsten
Tagen entstehen Hautquaddeln oder mit Eiter gefüllte Pusteln. Diese
platzen auf und geben die auszuleitenden Körperflüssigkeiten
frei.
Es entsteht ein Effekt, den man nicht nur mit einer Hautreinigung vergleichen
kann. Durch die künstlich erzeugte Entzündung wird das Immunsystem
gestärkt, Gift- und Kranheitsstoffe sowie Schmerzmediatoren werden
ausgeleitet. Diese Behandlungsform kann bei lokalen Schmerzzuständen
oder auch zur segmentalen Beeinflussung innerer Organe eingesetzt werden.
Besonders
erfolgreich bei:
• Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthritis, Arthrose, HWS-,
BWS-, LWS–Syndrom, Neuralgien und Rheuma)
• Abwehrschwäche (rezidivierende Infektkrankheiten)
• funktionellen Organbeschwerden (vegetative Dystonie, Herzbeschwerden,
Schilddrüsenbeschwerden)
• Verdauunugs- und Stoffwechselstörungen (Gastritis, Reizkolon,
Gallenerkrankungen, Pankreasschwäche).
Gerade
bei geschwächten, schlanken bzw. schmalwüchsigen Patienten,
ist diese allgemein tonisierende Behandlung besonders zu empfehlen.
Nicht angewendet wird das Baunscheidt-Verfahren auf Muttermale, entzündeter
Haut, Narben, Hautkrankheiten jeder Art, während einer Infektionskrankheit,
Fieber sowie Autoimmunerkrankungen.
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Aderlass
Ein einfaches Verfahren mit segensreicher Wirkung. Das Procedere erfolgt
wie bei einer klassischen venösen Blutabnahme - entscheidend ist
die jeweilige Menge. Der Wirkmechanismus ist folgender: Als blutziehendes
Verfahren entsteht eine entstauende Wirkung, die Blutfülle wird
abgeleitet. Um den nun auftretenden Volumenverlust auszugleichen, strömt
zunächst eiweißreiche Zwischenzellflüssigkeit in die
Blutbahnen und verdünnt die Blutzusammensetzung. Dadurch
wird die allgemeine Durchblutung verbessert, besonders jedoch die Mikrozirkulation.
Durch die Druckentlastung kann auch der Blutdruck absinken. Die Verklebung
der Blutzellen wird herabgesetzt und die Bildung neuer funktionstüchtiger
Blutzellen wird angeregt.
Bei Patienten,
mit ausgeprägter Körperschwäche, fieberhaften Infekten,
unklaren Anämien, akutem Durchfall, Hypotonie und Angina pectoris
darf kein Aderlass durchgeführt werden.
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Blutegelbehandlung
Aus Indien (ca. 500 v. Chr.)
stammen die ersten Aufzeichnungen über diese ungewöhnliche
Behandlungweise, und die alten
Griechen (ca. 200 v. Chr.) waren die ersten in Europa. Inzwischen
erlebt die Blutegeltherapie bei uns eine Renaissance, insbesondere in
der Chirurgie (Begleitmaßnahme bei Reimplantationen).
Zum Einsatz
kommt der 2-4 cm lange Verwandte unseres Regenwurmes. Der Blutegel besitzt
drei Kiefer, die mit scharfen hornartigen Zahnreihen besetzt sind. Sein
Biss hinterlässt eine sternförmige kleine Wunde auf der Haut.
Für die medizinische Anwendung werden diese Tierchen in der Apotheke
bestellt und aus speziellen Farmen bezogen (Firma Zaug). Ein Blutegel
kommt nur einmal zur Anwendung um mögliche Infektionskrankheiten
zu vermeiden, obwohl nachgewiesen wurde, dass die im Patientenblut möglichen
Bakterien und Viren bereits nach kurzer Zeit im Egel unschädlich
gemacht werden.
Die Wirkungsweise der Blutegeltherapie bezieht sich auf den entlastenden
Blutverlust und die spezifischen Blutegelwirkstoffe. Eines ist das Hirudin,
es wirkt blutgerinnungshemmend, lymphaktivierend, antithrombotisch,
immunisierend und durch lokale Gefäßerweiterung krampflösend.
Der Egel spuckt diesen begehrten Stoff nach Beendigung des Saugvorganges
direkt in die Wunde und fällt dann von alleine ab. Die meisten
restlichen Wirkstoffe fördern die Durchblutung.
Der entlastende Blutverlust - ca 10 ml direkt beim Saugvorgang und weitere
20-40 ml durch das gewünschte Nachbluten - ist mit einem sehr sanften
Aderlass zu vergleichen. Die Auswirkung ist entstauend für
den Kreislauf, blutverdünnend, entzündungshemmend und sorgt
für eine Ausleitung von Toxinen und Schlackenstoffen.
Nach der
Anwendung sollte der Blutegel an die Zuchtfirma zurückgeschickt
werden, für einen Aufenthalt im „Rentnerteich“.
Hilfreich
ist eine Blutegelbehandlung bei:
• Örtlichen Entzündungen, wie Furunkeln und Karbunkeln
• Gelenkerkrankungen, wie rheumatischen Gelenkveränderungen,
nach Verstauchungen oder akuten Gichtanfällen
• Erkrankungen der Venen, wie Krampfadern, akuter Venenentzündung,
postthrombotischem Syndrom, Ulcus cruris, Hämorrhoiden
• Chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen und Mittelohrentzündungen
• Augenerkrankungen wie Alterskatarakt, chronischem Glaukom.
• Gestörter Kreislaufregulation mit Hypertonie
Ausgeschlossen
ist eine Blutegelbehandlung bei Patienten, die blutverdünnende
Medikamente einnehmen müssen, eine massive Lebererkrankung haben,
bei Blutgerinnungsstörung generell, drei Tage vor und nach Zahnextraktionen,
vor jedem operativen Eingriff, Diabetes mellitus oder anderen Wundheilungsstörungen,
arteriellen Verschlusskrankheiten, oder wenn Hauterkrankungen an der
Behandlungsstelle vorliegen.
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Colon-Hydro-Therapie
zur Darmreinigung
Unsere Darmflora ist ein sensibles Gefüge, denn hier finden sich
verschiedenste Mikroorganismen mit jeweils unterschiedlichen Aufgaben
in einem symbiotischen Verhältnis.
Verringert sich z.B. die Anzahl der lebensnotwendigen Bakterien,
so wird die natürliche Barriere der Darmschleimhaut geschwächt.
Unerwünschte Keime, wie Darmpilze können sich einnisten und
vermehren. Dadurch wird unsere Darmschleimhaut durchlässig, und
krankmachende Stoffe können in den Blutkreislauf gelangen und uns
belasten. Oder umgekehrt werden essentielle Nährstoffe gar nicht
erst ins Blut resorbiert.
Einen ganz wichtigen Beitrag leistet der Darm für das Funktionieren
unseres Immunsystems. Blutzellen werden für ihre speziellen
Tätigkeiten in unserem komplexen Immunsystem trainiert. Wird unser
Darmsystem gestört, sind nicht nur Verdauungsstörungen wie
Durchfall, Verstopfungen und Meteorismus (Blähungen) die Folge.
Auch Hauterkrankungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche,
Nährstoffmangelsymptome, Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten
stehen mit unserem Darm in Verbindung.
Um
diese Problematik anzugehen, ist die Colon-Hydro-Therapie eine äußerst
wirksame und schonende Behandlungsmethode.
In einem gesonderten, ruhigen Raum mit separater Toilette wird
durch ein geschlossenes Schlauch-System temperiertes Wasser behutsam
in den Enddarm eingefüllt und über einen gesonderten Schlauch
wieder abgelassen. Ein Sichtfenster erlaub die Kontrolle über die
Menge und Qualität des ausgespülten Darminhaltes. Da
es sich hier um ein geschlossenes System handelt, erfolgt die Behandlung
völlig unkompliziert und geruchsfrei.
Zur Begleitung wird mit einer speziellen Colon-Massage der Bauch massiert
und ausgestrichen. Hierdurch können Schlacken, die an der Darmschleimhaut
anhaften, gelöst und eliminiert werden. Ebenso werden überzählige
Keime ausgespült, und die Darmmuskulatur wird zur Eigenbewegung
angeregt. So lassen sich auch sämtliche Verdauungsbeschwerden beeinflussen.
Es findet ein unvergleichbarer innerer Reinigungsprozess statt.
Eine Behandlung nimmt ca. 45 Minuten in Anspruch. Je nach Befund und
Schwere der Erkrankung sind zwischen 3 und 6 Behandlungen sinnvoll.
Gerne dürfen Sie vorher einen Blick in unseren Raum werfen. Sprechen
Sie uns bitte an!
Auch
bietet sich diese intensive Darmreinigung hervorragend als Begleitung
oder auch Alternative zu einer Fastenkur im Frühjahr und Herbst
an.
Sollte
das Beschwerdebild komplexer sein, können zusätzliche Medikamente
erforderlich werden. Das klären wir mit Ihnen im Gespräch.
Zur Lymphanregung begleiten wir die Behandlung mit einer kleinen subcutanen
Injektion.
Grundsätzlich
sollte diese Behandlung aber auch zur individuellen Verbesserung der
Lebensgewohnheiten anregen. Hier einige allgemeine Hinweise:
• Täglich Trinkmenge auf 2 – 2,5 l bringen (Wasser,
grüner Tee, Kräuter Tee, verdünnte Obstsäfte).
• Ballaststoff- und abwechslungsreiche Ernährung bevorzugen
(Obst, Gemüse und ausgewähltes Getreide, Geflügel, Fisch).
• Regelmäßige Bewegung ( mind. 2x wöchentlich
1/2 Stunde Ausdauertraining).
• Individuell ausreichender Schlaf.
• Regelmäßige Mahlzeiten, 3 x täglich, d.h. Zwischenmahlzeiten
eher vermeiden.
Ganz
besondere Ernährungsmaßnahmen werden notwendig, wenn eine
Pilzbelastung festgestellt wurde.
Ernährungsanleitung
bei Pilzerkrankungen:
Pilze
im Darmbereich benötigen ein ganz bestimmtes Milieu, um existieren
und wachsen zu können. Daher haben Sie die Möglichkeit, mit
der Ernährung, großen Einfluss zu nehmen. Hierbei spielen
leichte Kohlenhydrate, wie Zucker und Weißmehl eine wichtige Rolle.
Vermeiden
Sie bitte folgende Lebensmittel:
• Sämtliche zuckerhaltige und weißmehlhaltige Lebensmittel
wie
• Süßigkeiten jeder Art, Schokolade, Ahornsirup, Honig,
Konfitüren
• Kuchen, Gebäck, Brot und Nudeln aus feinem Weizenmehl (Auszugsmehl)
• Käse mit Schimmelrinde wie z.B. Brie, Camembert,
• überreifes und sehr süßes Obst, wie z.B. Weintrauben,
Kompott
• Limonaden, Cola, süße Fruchtsäfte, lieblicher
Wein, Spirituosen
Bevorzugen
Sie bitte folgende Lebensmittel:
• Vollkornbrot bzw. Vollwertbrot
• Nudeln nur aus Dinkel- oder Vollkornmehl
• ungeschälter Reis
• Fleisch, Fisch, Eier
• Hartkäse
• Quark, Buttermilch, Dickmilch, Joghurt (ohne Fruchtzusätze)
• Milchsauer vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut und eingelegtes
Gemüse
• Milch (Soja bevorzugen)
• Obst, aber nicht überreif und besonders: Zitronen, Grapefruit,
saure Äpfel
• sämtliches Gemüse (roh oder gedünstet)
• klare Brühe, Tomaten- und Gemüsesaft, trockene Weine,
Mineralwasser, Tees
Diese Ernährungsweise sollte mindestens für 8 Wochen eingehalten
werden. Gerne aber auch für längere Zeit. Insbesondere, wenn
eine Gewichtsreduktion erwünscht ist, die durch diese Stoffwechselentlastung
und –aktivierung möglich wird.
Da vielleicht
einige Lebensmittel noch gewöhnungsbedürftig für Sie
sind, kann zunächst eine Veränderung im Stuhlverhalten oder
Meteorismus (Blähungen) auftreten.
Sprechen Sie uns bitte während der Behandlungszeit an,
für Vieles gibt es ganz einfache Hilfestellungen.
Gerne begleiten wir Sie auf Ihrem Weg in ein neues Lebensgefühl.
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Darmsanierung
Unsere
Darmflora ist ein sensibles Gefüge, denn hier finden sich verschiedenste
Mikroorganismen mit jeweils unterschiedlichen Aufgaben in einem symbiotischen
Verhältnis.
Verringert sich z.B. die Anzahl der lebensnotwendigen Bakterien,
so wird die natürliche Barriere der Darmschleimhaut geschwächt.
Unerwünschte Keime, wie Darmpilze können sich einnisten und
vermehren. Dadurch wird unsere Darmschleimhaut durchlässig, und
krankmachende Stoffe können in den Blutkreislauf gelangen und uns
belasten. Oder umgekehrt werden essentielle Nährstoffe gar nicht
erst ins Blut resorbiert.
Einen ganz wichtigen Beitrag leistet der Darm für das Funktionieren
unseres Immunsystems. Blutzellen werden für ihre speziellen
Tätigkeiten in unserem komplexen Immunsystem trainiert. Wird unser
Darmsystem gestört, sind nicht nur Verdauungsstörungen wie
Durchfall, Verstopfungen und Meteorismus (Blähungen) die Folge.
Auch Hauterkrankungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche,
Nährstoffmangelsymptome, Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten
stehen mit unserem Darm in Verbindung.
Mit einer Stuhluntersuchung wird die Darmflora bestimmt.
Erst durch exakte Untersuchungsergbnisse können wir einen individuellen
Therapieplan erarbeiten.
Hier die
Therapiemöglichkeiten:
• Individuelle Ernährungsempfehlung
• Colon-Hydrotherapie
• Probiotikagaben
• Praebiotikagaben
• Mikrobiologische Therapie
• Homöopathische Begleitung
• Phytotherapeutische Medikation
• Orthomolekulare Maßnahmen
Bei folgenden
Erkrankungen und Symptomen ist eine Stuhluntersuchung mit ggf. anschl.
Darmsanierung angezeigt:
• Abwehrschwäche,ständige Infekte
• Angststörungen, psychische Instabilität (Toxinwirkung
von Parasiten und Mykosen)
• Allergien (Kontaktallergie, Heuschnupfen, allerg. Asthma)
• Bauchspeicheldrüsenschwäche (über den Nachweis
von Verdauungsrückstände im Stuhl)
• Chronisches Erschöpfungssyndrom
• Chronische Schleimhautreizungen
• Divertikulose
• Entgiftungskuren, zum anschließenden Aufbau
• Fasten-Kur, als Begleitung
• Furunkulose
• Gewichtsprobleme
• Haarausfall
• Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis, Ekzeme)
• Heuschnupfen
• Konzentrationsstörungen
• Im Rahmen der Krebstherapie
• Magen-Darmstörungen
• Mangelzustände (Vitamine, Mineralien)
• Migräne
• Müdigkeitssyndrom
• Nahrungsmittelunverträglichkeiten
• Nasen-Nebenhöhlenerkrankungen
• Parasitenbefall
• Stoffwechselstörungen
• Verdauungsstörungen jeder Art (Verstopfungen, Durchfälle,
Blähungen)
• Nasennebenhöhlenentzündungen
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Dorn-Breuss-Behandlung
Wirbelsäulenbehandlung
nach Dieter Dorn
Unter der Dorn-Methode versteht man eine sanfte Wirbel- und
Gelenktherapie, die in der Lage ist, Wirbelblockierungen oder Subluxationen
von Wirbeln und Gelenken zu beheben.
Der Begründer,
Dieter Dorn, grenzt seine Methode streng gegen die konventionelle Chiropraktik
ab. Zwar verfolgen beide Methoden dasselbe Ziel - nämlich Wirbel
wieder „einzurichten“ – jedoch unterscheiden sich
die Mittel und Wege zur Erreichung dieses Zieles grundlegend voneinander.
Daher wird die Dorn-Methode der Osteopathie zugeordnet.
Bei
der Dorn-Methode erfolgt keine ruckartige Überdehnung der Muskeln,
Bänder und Sehen. Verschobene Wirbel werden unter Mobilisation
mit einer sanften Drucktechnik in ihre angestammte Position zurück
gebracht. Dadurch können sich Sehnen und Bänder in kurzer
Zeit anpassen und dafür sorgen, dass der so gerichtete Wirbel in
seiner Position verbleibt.
Diese
Methode verlangt vom Behandler viel Einfühlungsvermögen und
praktische Erfahrung. Sie ist deshalb so ungefährlich für
den Patienten, da keine Nerven oder Gefäße abgedrückt
oder eingeklemmt werden können.
Außerdem
ist die Dorn-Methode ein ganzheitliches Behandlungskonzept, mit dem
sich auch Erkrankungen der inneren Organe und der Seele erfolgreich
behandeln lassen. Hierbei wir der Zusammenhang deutlich, wie sehr die
Regeneration des ganzen Körpers von einer intakten Wirbelsäule
abhängig ist.
Inspiriert
durch seinen eigenen Leidensweg erlernte Dieter Dorn verschiedene manuelle
Wirbelsäulenbehandlungstechniken bei einem alten Naturheilkundler
und erweiterte diese mit seinen Erkenntnissen und Erfahrungen. Sehr
schnell hat diese segensreiche Behandlungstechnik einen großen
Anhängerkreis gewonnen. Selbst bei Therapeuten, die ehemals chirotherapeutisch
gearbeitet haben.
Bei
folgenden Beschwerden ist eine Dorn-Breuss-Behandlung hilfreich:
• Jede Form von Schmerzen im Wirbelsäulenbereich (Bandscheibenleiden,
Ischialgien, Lumbago)
• Skoliosen (besonders bei Jugendlichen erfolgversprechend)
• Morbus Scheuermann (über längere Behandlungsdauer)
• Leichte Fälle von Osteoporose
• HWS-Syndrom, Cervicalsyndrom
• Intercostalneuralgien und damit verbunden diffuse Organbeschwerden
jeder Art
• Muskelverspannungen
• Beinlängendifferenz
• Schmerzen im Bereich der Arme und Beine
• Schwindel
• Tinnitus
• Neuralgien
• Kopfschmerz
• Konzentrationsstörungen
Kontraindikationen
• Frische Verletzungen, Unfälle
• Bewegungsunfähigkeit des Patient
• Knochenmetastasen
• Akute Entzündungsprozesse
• Während eines akuten Infektes
Was ist nach einer Wirbelsäulenbehandlung zu beachten?
• Viel trinken (zur Ausleitung der mobilisierten Säuren,
Schlackenstoffe)
• Möglichst über 1-3 Tage der Wirbelsäule Schonung
zukommen lassen
• Es kann ein Muskelkater-Schmerz auftreten, insbesondere am nächsten
Tag
• Möglichst 5-6 Tage Behandlungspause einhalten.
Warum hilft die Dorn-Behandlung auch bei Organbeschwerden?
Unsere Wirbelsäule setzt sich zusammen aus einzelnen Wirbelkörpern.
Durch einen größeren rückwärtigen Kanal, der sich
aus den einzelnen Wirbeln zusammensetzt, verläuft das Rückenmark.
Durch die jeweils seitlichen Wirbellöcher verlassen paarweise die
Rückenmarksnerven das Rückenmark und durchziehen unseren gesamten
Körper.
Bereits
das geringste Verrutschen bzw. Verkanten eines Wirbels kann dazu führen,
dass der jeweilig austretende Nerv gereizt oder sogar eingeklemmt wird.
Über
die großen Nervengeflechte und Nervenleitbahnen können Körperstrukturen
und Organe in ihrer jeweiligen Funktion beeinträchtigt werden,
Schmerzen verursachen und sogar massiv geschädigt werden.
Jedes
Rückenmarksegment ist in seiner Funktion bestimmten Hautbereichen
zugeordnet (Headsche Zonen).
Hier
einige Beispiele über die Auswirkung von Wirbelverschiebungen auf
die Innervation zugeordneter Organe und demzufolge auf Ihre Funktion:
•
Bei Blockierung des 1. Halswirbels kann es zu Schwindel, Migräne
oder Gedächtnisschwund kommen
• Blockaden im Versorgungsgebiet des 2. Halswirbels können
zu Augenleiden, Taubheit, Ohrenschmerzen führen.
• 7. Halswirbel: Schilddrüsenerkrankungen
• 1. Brustwirbel: Beschwerden im Schulter-, Arm. und Handbereich
• Wichtig ist auch der 2. Brustwirbel, er wird auch als der „Herzwirbel“
bezeichnet, mit dem Zielorgan Herz. Blockierung in diesem Bereich können
alle bekannten Herzerkrankungen verursachen.
• Der 3. BW hat als Hauptzielorgan die Lunge- er kann Atembeschwerden,
Bronchitiden bis hin zum Asthma lösen.
• 4. und 5. Brustwirbel – mit den Bezugsorganen Galle und
Leber – können Gallenleiden, Störungen der Entgiftungsfunktion
der Leber bewirken.
• Verdauungsstörungen, sämtliche Magenbeschwerden können
durch Blockierungen des 6. BW verursacht werden. Hier wird insbesondere
der Zusammenhang zwischen Wirbel und Seele (bzw. Psyche) sehr deutlich.
Viele Menschen reagieren bei seelischem Stress u.a. mit Magenproblemen.
• Nierenerkrankungen fallen in das Versorgungsgebiet des 10. +
11. Brustwirbelkörpers. Akne und Psoriasis konnten oft durch Reponierung
dieser WK beeinflusst werden.
• Der 12. BW, als Kreislaufwirbel beeinflusst den Dünndarm.
• Blockierungen des 1. und 2. Lendenwirbel wirken sich auf den
Dickdarm und auch Blinddarm aus.
• Bei Knieproblemen, Blasen- und Prostatabeschwerden ist häufig
eine Blockade des 3. und 4. LW auslösende Ursache.
• Für den berüchtigten Ischiasschmerz oder Hexenschuss
ist eine Blockade im Bereich des 4. und 5. LW bis hin zum Kreuzbein
verantwortlich.
• Beschwerden im im Hüft- und Beckenbereich, Hämorrhoiden
u.a. können ihre Ursache in Blockierungen im Bereich des Kreuzbeins
und des Steissbeins haben.
Was hat die Wirbelsäulenbehandlung nach Dorn mit der Akupunktur
zu tun?
Dieter Dorn bemerkte bei seiner Arbeit, dass es nach einer Wirbelsäulenbehandlung
oftmals zu Spontanheilungen an Organen kam, die er gar nicht behandelt
hatte.
Er erkannte,
dass er Meridiane (die Energiebahnen der Akupunkturlehre) mitbehandelt
hatte, die ihre Akupunkturpunkte im Verlauf der Wirbelsäule haben
oder die durch bestimmte Gelenke verlaufen.
Ein
Zusammenhang der Dorn-Therapie mit der chinesischen Akupunkturlehre
ist u. a. darin zu sehen, dass man mit der Wirbelbehandlung nach DORN
über die Spinalnerven-Grenzstrang-Verbindungen einen direkten Zugang
zum inneren Organ hat.
Dagegen
wird in der chinesischen Akupunkturlehre der indirekte Weg, nämlich
vom Akupunkturpunkt (Reizsetzung über die Nadel) über die
Nervenvernetzung zum Spinalnerv und dann erst zum inneren Organ gewählt.
Beide
Therapien sind also „verwandt“, sie haben nur verschiedene
Ausgangspunkte.
Wirbelsäulenmassage nach Rudolf Breuss
Die Breuss-Massage ist eine sanfte, angenehme Behandlung, die nicht
nur körperliche Verspannungen löst, sondern auch bei der Auflösung
seelischer Probleme helfen kann.
Durch
vorsichtiges Dehnen der Wirbelsäule werden Energieblockaden gelöst,
Muskelpartien gelockert und die Bandscheiben mit Johanniskrautöl-Einreibungen
„aufgepolstert“. Dadurch können sich die unterversorgten
Bandscheiben regenerieren und es können bereits kleinere Wirbelfehlstellungen
korrigiert werden.
Somit ergänzt sich diese Massagetechnik hervorragend mit der Wirbelsäulenbehandlung
nach Dorn.
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Stoßwellen-Therapie
Die Schmerztherapie
ist ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit. Entsprechend häufig
stellt sich die Frage nach alternativen und vor allen Dingen ursächlichen
Behandlungsmöglichkeiten. Zumal wenn die üblichen Methoden,
wie z.B. häufige Injektionen, versagen. Statistisch wird allein
aufgrund von Rückenschmerzen jeder zweite Patient in der orthopädischen
Praxis, und jeder vierte Patient in der Allgemeinpraxis vorstellig.
Schmerzen
wirken wie ein Teufelskreislauf:
Schmerzen > Bewegungseinschränkung > soziale Isolation >
Depression > weiterer Mobilitätsverlust > Zunahme der Schmerzen…
Sicher
und nicht-invasiv können wir akute
und chronische Schmerzzustände behandeln.
Schon seit längerer Zeit beschäftigen wir uns mit muskulären
Triggerpunkten als Schmerzauslöser und sind daher von der Wirksamkeit
und Effizienz der extrakorporalen Stoßwellentherapie überzeugt.
Triggerpunkte
als Schmerzauslöser
Wer kennt es nicht: Nach einem anstrengendem Tag, nach körperlicher
und seelischer Anstrengung, nach Fehlhaltungen oder statischer Belastung
wie am Computer spüren wir Muskelverspannungen. Lösen sich
diese Spannungen nicht mehr auf, z.B. in belastenden Lebenssituationen,
bei einseitiger Tätigkeit oder schlechtem Trainingszustand, bilden
sich im betroffenen Muskel so genannte Triggerpunkte aus.
Muskuläre Triggerpunkte sind in der Bevölkerung außerordentlich
weit verbreitet. Die dauerhaft verkürzten und geschwollenen Muskelfasern
sind meist als harte Stränge oder Knoten im Muskel ertastbar. Sie
sind die Hauptauslöser von Schmerzen im Bewegungsapparat. Da Schmerzempfinden
und Schmerzentstehungsort nicht immer identisch sind (Ferntrigger),
ist es oftmals schwierig, eine gezielte Diagnose der Schmerzursache
zu stellen.
Besonders
interessant ist die Tatsache, dass bis zu 80% der bekannten Triggerpunkte
identisch sind mit den Akupunkturpunkten aus der traditionellen chinesischen
Medizin. Eine faszinierende Begegnung der östlichen und westlichen
Medizin. Somit erreichen wir auch mit einer entsprechenden Behandlung
den körperlichen und energetischen Aspekt des Patienten.
Triggerpunkte
sind Ursache für:
- Muskelverkürzungen und -verspannungen
- Bewegungseinschränkungen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Rückenschmerzen jeder Art
- Ischiasbeschwerden
- Sehnenansatzerkrankungen bis hin zu Kalkeinlagerungen
- Knie- und Ellenbogenprobleme
- Schulter-Arm-Syndrom
- Achillessehnenreizung
Mittels
der Stoßwelle besteht die diagnostische Möglichkeit, Triggerpunkte
in den oberflächlichen und tieferen Muskelschichten aufzuspüren,
sowie der therapeutische Effekt, diese aufzulösen. Dies geschieht
im Rahmen einer Behandlung.
Sehnenansatz-Erkrankungen
Da Triggerpunkte den Muskel verkürzen lassen, entsteht eine gewaltige
Zugkraft auf Sehnenansätze. Dies sind die Anhaftungsstellen der
auslaufenden Muskeln, die in einen Gelenkknochen einstrahlen. Hier entstehen
aufgrund entzündlicher Reaktionen Verklebungen bis hin zu Gewebezerstörungen
und im schlimmsten Falle auch Sehnenabrisse.
Bekannt ist der Tennis- oder Golfer-Ellenbogen, Achillessehnenreizung,
Impingementsyndrom oder Schulter-Arm-Syndrom und Fersenreizung bis hin
zu Kalkeinlagerungen. Auch arthritische und entzündliche Veränderungen
im Gelenk selber können die Antwort auf ungleiche Zugkräfte
der Sehnen sein. Durch die bei der Stoßwellenbehandlung erreichte
Muskellockerung wird die Zugkraft von den Sehnenansätzen genommen
- gleichzeitig sorgt die Stoßwelle für einen raschen Abtransport
der gelösten Entzündungsherde, und evtl. Kalkeinlagerungen.
Was
sind Stoßwellen - wie wirken sie?
Am bekanntesten ist sicherlich die hochdosierte Anwendung der Stoßwelle
im Bereich der extrakorporalen Steinzertrümmerung z.B. bei Nierensteinen.
In diesem Zuge entstanden die Erkenntnisse über tiefliegende Triggerpunkte,
die man zufällig mit auflöste, sodass die behandelten Patienten
plötzlich anderweitige Rückenschmerzen nicht mehr verspürten.
Seit 1999 ist man dem Phänomen der Stoßwelle auf der Spur.
Unterschieden wird die radiale und die fokussierte Stoßwelle.
Für die z.B. tiefliegende Steinzertrümmerung benötigt
man eine gezielte, fokussierte Stoßwelle mit hoher Dosierung.
Um flächiger in den Muskelschichten und den Sehnenansätzen
zu arbeiten, ist eine niedriger dosierte, radiale Stoßwelle angebracht,
- wie wir sie auch in der Praxis anwenden.
Stoßwellen
werden ballistisch erzeugt. Das Gerät verfügt über einen
Kompressor, der exakt dosierbare Druck wird in ein Handgerät übergeleitet.
Hier wird ein Projektil zum Aufschlag gebracht und über ein empfindliches
Kopfstück die Stoßwelle auf die Haut projiziert. Je nach
Dosierung werden oberflächliche, aber auch tiefere Gewebeschichten
treffsicher erreicht.
Der
Einsatz von Stoßwellen erlaubt eine schonende, wirkungsvolle und
größtenteils schmerzfreie Behandlung, ohne Einsatz von Medikamenten
und ist nahezu nebenwirkungsfrei.
Soforteffekte
der Stoßwellentherapie sind deutlich verminderte Schmerzen - die
Muskelverkürzung wird umgehend aufgelöst, der Bewegungsumfang
nimmt zu, wie auch eine Steigerung der Muskelkraft. In den behandelten
Bereichen kommt es innerhalb von wenigen Minuten zur Durchblutungssteigerung.
Der Muskel entspannt sich und wird länger, das Gebiet wird weicher
und die Triggerpunkte lösen sich auf.
Wertvolle Kombinationen
In der Praxis hat sich bewährt, die Stoßwellentherapie auch
zu kombinieren. Besonders wertvoll in Verbindung mit einer osteopathischen
Anwendung, Akupunktur oder einer Dorn-Breuss-Behandlung.
Somit entstehen ganz individuelle Therapieansätze für den
jeweiligen Patienten.
Was ist nach der Behandlung zu beachten?
Um einer möglichen Erstverschlimmerung vorzubeugen, ist eine erhöhte
Trinkmenge angebracht. Nachdem der Teufelskreislauf Schmerz erst einmal
durchbrochen ist, kann ein anschließendes aktives oder passives
Muskeltraining erforderlich werden, da helfen wir gerne weiter. So kann
auch ein langfristiger Erfolg erzielt werden, denn meistens sind nur
wenige (2-3) Behandlungen erforderlich.
Es ist
leicht zu ersehen, welche therapeutische Vielfalt sich mit der Stoßwellenbehandlung
eröffnet.
Die
Stoßwellentherapie wird hilfreich eingesetzt bei:
- Muskelverkürzungen und –verspannungen
- Triggerschmerzen
- Bewegungseinschränkungen
- Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Schwindel
- Rückenschmerzen jeder Art
- Ischiasbeschwerden
- Sehnenansatzerkrankungen bis hin zu Kalkeinlagerungen
- Knie- und Ellenbogenprobleme
- Schulter-Arm-Syndrom
- Kalkschulter
- Achillessehnenreizung
- Fersensporn
- Gelenkerkrankungen akut/chronisch
- Arthrose, Arthritis
- Narbenbehandlung
- Behandlung von Verletzungsfolgen
- Begleitung im Leistungssport
Ein nicht
zu verachtender, indirekter Effekt ist die Gewichtsreduktion. Durch
die erlangte Schmerz- und Bewegungsfreiheit und als Voraussetzung für
ein sportliches Training.
Nur in ganz wenigen Situationen ist eine Stoßwellenbehandlung
nicht angebracht:
- Kinder im Wachstum, im Bereich der Wachstumsfugen
- Schwangere, je nach Situation
- Unter Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente
Wenn wir Ihr Interesse wecken konnten, oder wenn Sie
Fragen haben, sprechen Sie uns bitte direkt an, gerne helfen wir Ihnen
weiter.
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Trigger-Behandlung
siehe Stoßwellen-Therapie
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Vitamin-C-Hochdosistherapie
Was
ist Vitamin C?
Vitamine sind lebensnotwendige Wirkstoffe, die mit der Nahrung zugeführt
werden müssen, da sie vom menschlichen Körper nicht selbst
hergestellt werden können. Vitamin C wird auch Ascorbinsäure
genannt. Dieser Name entstand aus „Anti-Skorbut-Säure“.
Er ist auf die Entdeckung zurückzuführen, dass sich die typische
Seefahrer-Krankheit Skorbut (Vitamin-C-Mangelkrankheit) durch Gabe von
Vitamin-C-haltigen Speisen bekämpfen ließ. Fast alle pflanzlichen
und tierischen Lebewesen können aus Glukose (Traubenzucker) über
mehrere Syntheseschritte Ascorbinsäure herstellen. Lediglich Meerschweinchen,
einige Vögel und Fische sowie Primaten, also auch wir Menschen,
haben im Verlauf der Evolution diese Fähigkeit verloren. D.h.,
wir sind darauf angewiesen, unseren Bedarf an Vitamin-C jeden Tag auf's
neue zu zuführen, da Vitamin C auch nicht gespeichert werden kann.
Wie viel
Vitamin C braucht der gesunde Mensch täglich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Zufuhr
von 100 mg Ascorbinsäure täglich für den gesunden Erwachsenen.
Diese Menge kann normalerweise über eine gesunde Ernährung
mit hohem Frischobst- und Gemüseanteil gedeckt werden. Sie reicht
aus, um den Gesunden vor Vitamin C- Mangelerscheinungen zu bewahren.
Internationale Organisationen wie die WHO empfehlen deutlich höhere
Tagesdosierungen wie ca. 200 mg. Man schätzt, dass ein ca. 70 kg
schweres Säugetier unter normalen Bedingungen 2-4 Gramm !! Vitamin
C täglich selbst synthetisiert, wobei diese Synthese unter Stressbedingungen
auf etwa 15 g gesteigert werden kann. Daraus ergibt sich natürlich
die Frage, ob die offiziellen Empfehlungen nicht etwas zu zurückhaltend
sind.
Was
leistet Vitamin C in unserem Körper?
Vitamin C kann man als Aktivator des gesamten Zellstoffwechsels
ansehen – es ist an sämtlichen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Zu
nennen sind hier unter anderem:
• Radikalenfänger (oxidativer Stress, ROS)
• Abwehrstärkung (Immunsystem)
• Regulation des Fettstoffwechsels
• Anregung des Entgiftungssystems (zur Ausleitung von Schadstoffen)
• Bildung und Funktionserhaltung von Knochen und Bindegewebe
• Beschleunigung des Heilungsprozesses von Wunden und Knochenbrüchen
• Beteiligung an Stoffwechselprozessen des Hormon- und Nervensystems
(bei chronischer Müdigkeit, Burn-Out-Syndrom)
Was
sind freie Radikale ?
Freie Radikale sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen
(ROS), die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder
im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen bzw. Strahlen
gebildet werden. Organismen verfügen über unterschiedliche
Schutzsysteme, die diese Freien Radikalen sofort wieder auffangen und
vernichten.
Unter
bestimmten Bedingungen (Strahlenbelastung, Entzündungen) ist die
Bildung Freier Radikaler so stark erhöht, dass die normalen Konzentrationen
der körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. Sie schädigen
z.B. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen
in der Zelle. Die Folge sind oft degenerative Veränderungen.
Vitamin
C ist einer der wichtigsten Radikalfänger im wässrigen Milieu
unseres Körpers.
Wann
und bei wem ist der Vitamin C –Bedarf erhöht?
• Infektionskrankheiten
....- Bakterielle Infektionen
....- Virale Infektionen, z.B. Herpes zoster,
HIV-Begleitung, Hepatitis,
• Entzündliche Erkrankungen (akut und chronisch)
....- Rheumatische Erkrankungen
....- Hautentzündungen
....- Urticaria
....- Psoriasis
....- Neurodermitis
• Verletzungsfolgen
• Allergien
....- Asthma
....- Allergische Rhinitis
....- Heuschnupfen
• Rauchern
• Leistungssportlern
....- Schutz vor Knochenabbau
• Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems
....- Hypertonie
• Arteriosklerose
• Störungen im Fettstoffwechsel
• Belastungen der Leber
• Osteoporose
• Wundheilung
....- Nach Verletzungen
....- Nach Knochenbrüchen
• Psychischen Störungen
....- Depressionen und reduzierte Stresstoleranz
....- Burnout- und Chronisches Müdigkeitssyndrom
• Ständigen Stress-Situationen
• Palliativen Krebstherapie
• Einnahme bestimmer Medikamente
• Während einer Chemo- und Strahlentherapie
Wann bieten Vitamin C-Infusionen Vorteile gegenüber Ascorbinisäure-Pulver/
-Tabletten?
Die Menge an Vitamin C, die dem Organismus über den Magen-Darmtrakt
zugeführt werden kann, ist begrenzt (ca. 500 mg). In bestimmten
Lebenssituationen und bei Krankheit ist der Vitamin-C-Bedarf höher,
als oral zugeführt werden kann. Aus therapeutischen Gründen
empfiehlt sich dann eine Vitamin-C-Infusion (Vitamin-C-Hochdosis-Therapie).
Ebenso dann, wenn die Darmschleimhäute nicht optimal funktionieren
und damit eine Aufnahme nur eingeschränkt möglich ist. Nach
einer Infusion mit hoch dosiertem Vitamin C ist der Vitamin-C-Spiegel
im Blut vorübergehend so hoch, dass auch Gewebe im Körper
mit besonderem Bedarf ausreichend versorgt werden können.
Vitamin-C-Hochdosis-Therapie
bei Tumorpatienten
Aufgrund dieser enormen Fülle an therapeutischen Eigenschaften
hat die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie auch eine große Bedeutung
im Rahmen der Onkologie gewonnen. Das renommierte H.G. Creutzfeld-Institut
zu Kiel initiierte im Juni 2006 eine Expertenkonferenz zur begleitenden
Behandlung von Tumorpatienten. Hier die veröffentlichten Ergebnisse:
Tumorerkrankungen
und ihre Behandlung durch Operationen, Chemo- und Strahlentherapie schränken
Allgemeinzustand und Lebensqualität der Betroffenen ganz erheblich
ein. Alle Experten waren sich einig, dass die begleitende Vitamin-C-Hochdosis-Infusions-Therapie
bei Tumorerkrankungen die krankheits- und therapiebedingten Symptome
reduzieren kann und damit die Lebensqualität der Betroffenen ganz
erheblich verbessert.
Vitamin-C-
zählt als Antioxidans zu den effektivsten natürlichen Radikalfängern
und ist für die Aufrechterhaltung des Redox-Status extra- wie auch
intrazellulär essentiell.
Hoch dosiertes,
intravenös verabreichtes Vitamin-C stärkt die Immunabwehr
und ist neben der konventionellen Tumortherapie eine sinnvolle komplementär-onkologische
Maßnahme.
Im Verlauf
bösartiger Erkrankungen und deren Behandlung tritt eine Vielfalt
von Beschwerden auf, die mit einem Vitamin-C-Mangel zusammenhängen
kann. Zur Behandlung dieser Beschwerden ist eine Vitamin-C-Hochdosis-Infusions-Therapie
indiziert.
Vitamin-C
zeigte bei in-vitro-Studien tumortoxische Wirkungen, während normale
Zellen nicht geschädigt wurden. Diese Wirkung wird nur
bei Konzentrationen erreicht, die ausschließlich durch eine intravenöse
Gabe realisierbar sind.
Die Vitamin-C-Hochdosis-Infusions-Therapie
kann bei Brustkrebs krankheits- und therapiebedingte Symptome wie z.B.
Beschwerden im Verdauungsbereich und das Müdigkeits-Symptom lindern.
Es gibt Hinweise dafür, dass das turmorereignissfreie Intervall
verlängert und Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie reduziert
werden können.
In ersten
Studien konnte eine Verbesserung der Lebensqualität durch die Vitamin-C-Hochdosis-Infusions-Therapie
bei Tumorpatienten nachgewiesen werden.
Mit der
Vitamin-C-Hochosis-Therapie könnte bereits vor der Operation begonnen
werden. Die Anwendung hat im Intervall von Chemo- und Strahlentherapie
einen günstigen Einfluss auf das Nebenwirkungsprofil gezeigt.
Die genannten
Thesen werden inhaltlich getragen von:
Sanitätsrat
Peter Sauermann,
Vorsitzender des Finanzausschusses des Zentralinstituts der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung Berlin
Prof. Dr. med. Josef Beuth
Leiter Institut für Naturheilkunde, Universität Köln
Prof. Dr. med. Ulrich Borchard
Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmalogie, Universität
Düsseldorf
Prof. Dr. Wolf-Dieter Gerber
Direktor Institut für Medizinische Psychologie und Soziologie,
Uni Kiel
Prof. Dr. med. Wolfgang Giebel
FA für Urologie, prakt. Arzt für Sportmedizin, Chirotherapie,
Schönebeck
Prof. Dr. med. Günter Linß
Ärztl. Leiter d Klinik Hennigsdorf, akad. Lehrkrankenhaus d. Charité-Berlin
Prof. Dr. med. Jörg Schulz
Chefarzt Helios Klinikum, Berlin
Dr. jur. A. Stebner
Rechtsanwalt, Arzneimittel- und Medizinrecht, Salzgitter
Dr. med. Diethard Sturm
2. Vorsitzender d. Deutschen Hausärzteverbandes, Hohenstein-Ernstthal
Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck
Direktor Institut für Immunologie, Universität Köln
Prof. Dr. med. Burckhard Weisser
Direktor Institut für Sport und Sportwissenschaften, CAU Kiel
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